Fragen und Antworten

Alles zum Produkt

Unsere Bio-Wochenbetteinlagen sind spezielle Binden, die nach einer Geburt getragen werden. Sie sind für das Wochenbett konzipiert, besonders saugfähig (sie können fast 175ml aufnehmen) und ohne Plastikbeschichtung. So ist eine optimale Luftzirkulation gewährleistet, die Bio-Wochenbetteinlagen bleiben atmungsaktiv und lassen kein Feuchtbiotop entstehen, in dem sich Keime und Bakterien vermehren können. the weeks Bio-Wochenbetteinlagen haben außerdem zwei kleine Klebestreifen aus Heißleim, damit sie auch in deinem schönsten Baumwollschlüpfer gut halten.
Zur Anwendung: Silikonpapier enfernen und eine the weeks Bio-Wochenbetteinlage mit den Klebestreifen nach unten in den Slip kleben. Wenn du bei sehr starkem Wochenfluss eine zweite Bio-Wochenbetteinlage verwenden möchtest, verfährst du genauso, wie bei der ersten und klebst sie auf die erste oben drauf. Bitte regelmäßig wechseln, um Keimbildung zu verhindern.

Die Bio-Wochenbettbinden sind kleinere Binden aus Bio-Baumwolle, die du an den schwächeren Tagen des Wochenflusses und für leichte Inkontinenz im Wochenbett verwenden kannst. Durch ihre anatomische Form sind sie super bequem und gewährleisten eine gute Luftzirkulation an deiner Vulva. Sie nehmen bis zu 70ml Flüssigkeiten auf uns schützen dich damit super gut.
Zur Anwendung: einfach eine the weeks Bio-Wochenbettbinde in deinen Slip legen. Bitte regelmäßig wechseln, um Keimbildung zu verhindern.

Die Bio-Stilleinlagen von the weeks sind so geformt, dass sie sich deiner Brust perfekt anpassen. Dadurch sind sie trotz ihrer hohen Saugkraft quasi unsichtbar unter der Kleidung. Mit einem praktischen Klebepunkt kannst du die Stilleinlagen in deinem BH befestigen, so fliegen sie nicht ständig überall herum.
Zur Anwendung: Schutzfolie vom Klebepunkt ablösen, Stilleinlage mit der Baumwoll-Seite auf die Brsut legen, BH drüber ziehen, fertig.

Alle Produkte von the weeks sind hypoallergen, frei von Parfümen, Viskose und Supersaugmitteln sowie ohne Chlor und Dioxine gebleicht. Sie bestehen aus 100% Bio-Baumwolle, die ohne Verwendung von Pestiziden, Herbiziden und chemischen Düngemitteln angebaut wird.
Weil Kunststoff drin ist. Wir verwenden zwar ausschließlich sogenannte Bio-Polymere, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wurden, müssen diese aber trotzdem als Kunststoff deklarieren. Weil sie eben trotzdem künstlich hergestellt werden und nicht am Baum wachsen. Wir wollen zukünftig lieber ganz ohne Kunststoffe auskommen und versichern dir, dass der größte Teil unserer Arbeit genau hier rein gesteckt wird. Die Entwicklung eines solchen maßgeschneiderten Produkts, das trotzdem alle technischen Anforderungen (guter Halt in Slip und BH und sicherer Auslaufschutz) erfüllt, ist jedoch gar nicht so leicht (oder zumindest weniger leicht, als wir uns am Anfang gedacht haben). Bis wir diese Aufgabe bewältigt haben, machen wir darum diesen trade-off: Ein klitzekleines Bisschen Bio-Polymer und Klebestreifenplastik für kein Auslaufen und besseren Halt.
Tatsächlich gibt es hier keinen Unterschied. Alle Produkte funktionieren technisch identisch, sind also besonders saugfähig und fast plastikfrei. Nur hinsichtlich der Bezeichnung konnte sich die deutsche Sprache noch nicht auf das schönste, längste und komplizierteste Wort einigen. Wir nennen es einfach: the weeks.
Normale Periodenbinden haben auf der Rückseite eine durchgehende Plastikbeschichtung, die diese vor dem Auslaufen schützt. Das ist einerseits praktisch, andererseits kann Luft so nicht gut zirkulieren, so dass sich ein warm-feuchtes Milieu in der Binde entwickelt. Das wiederum ist ein optimaler Nährboden für Pilze und Bakterien , die mit der Gefahr einer Infektion deiner Gebärmutter einhergehen. Und das ist wirklich das Letzte, was wir wollen.

the weeks Bio-Wochenbetteinlagen sind speziell für das Wochenbett konzipiert. Sie bestehen zu 95% aus bio-Baumwolle und haben nur eine hauchdünne Schicht aus Bio-Polymer (Plastik), damit sie nicht so schnell auslaufen. Weil diese Schicht aber nicht mit der Außenschicht der Bio-Wochenbetteinlage verbunden ist und auch nicht deine Haut berührt, ist eine optimale Luftzirkulation gewährleistet. the weeks Bio-Wochenbetteinlagen sind außerdem hypoallergen, frei von Parfümen, Viskose und Supersaugmitteln sowie ohne Chlor und Dioxine gebleicht.
Der Unterschied zwischen the weeks Bio-Wochenbetteinlagen und normalen Binden liegt vor allem in der Saugkraft und der Plastikbeschichtung. the weeks Bio-Wochenbetteinlagen sind besonders saugfähig und entsprechend dick, beinhalten aber keine chemischen Supersaugmittel (super absorber). Die Saugkraft wird durch eine dicke Schicht Baumwolle im Inneren gewährleistet. the weeks Bio-Wochenbetteinlagen haben außerdem keine Plastikbeschichtung auf der Rückseite, wie die meisten Periodenbinden, so dass maximale Luftzirkulation gewährlseistet wird. the weeks Bio-Wochenbettbinden für die schwächeren Tage des Wochenflusses haben zwar eine Plastikbeschichtung, sind aber anatomisch so geformt, dass sie trotzdem eine gute Luftzirkulation gewährleisten. Das ist besonders wichtig, damit Geburtsverletzungen gut heilen und sich keine Keime in der Binde bilden.
Wir sagen ja immer "alles ist ok". Außer hier, denn: lieber nicht. Der Wochenfluss ist keine gewöhnliche Regelblutung, sondern eine wichtige Funktion des Körpers nach der Geburt, um Wundflüssigkeit, Blut, Schleimhaut, etc. aus deiner Gebärmutter zu transportieren. Tampons können diesen Abfluss stören, weil sie meist die Menge an Flüssigkeit nicht aufsaugen können und dann eher wie ein Korken funktionieren, der deine Vagina verschließt. Außerdem können durch die Anwendung von Tampons (also das Reinschieben) trotz gut gewaschener Hände Bakterien in die Gebärmutter wandern und dort eine Infektion verursachen.
Das kommt auf deinen individuellen Wochenfluss und deine Milchmenge an. In den ersten starken Tagen des Wochenflusses solltest du the weeks Bio-Wochenbetteinlagen immer wechseln, wenn es sich feucht anfühlt. Du kannst in den sehr starken ersten Stunden/Tagen auch zwei the weeks übereinander verwenden. Bei schwächer werdendem Wochenfluss und wenn deine Geburtsverletzungen schon oberflächlich verheilt sind, kannst du die Bio-Wochenbettbinden einfach nach Bedarf austauschen.
Die Bio-Stilleinlagen solltest du ebenfalls wechseln, sobald sie sich feucht anfühlen - vor allem am Anfang, wenn du ggf. gereizte Brustwarzen hast. Später aknnst du auch diese Einlagen wechseln, wann immer es sich für dich gut anfühlt.
Das ist natürlich dir überlassen, keine Frage. Der Vorteil von unserer Bio-Baumwolle ist aber, dass sie ohne Verwendung von Pestiziden, Herbiziden und chemischen Düngemitteln angebaut wird. So bleibt deine Vulva frei von all den Stoffen, die in der herkömmlichen Baumwollproduktion verwendet werden. the weeks Bio-Wochenbetteinlagen verursachen auch nachweislich weniger Reizungen und sind außerdem hypoallergen, frei von Parfümen, Viskose und Supersaugmitteln sowie ohne Chlor und Dioxine gebleicht.
Jede Frau ist anders, jeder Körper produziert einen unterschiedlich starken Wochenfluss. Unserer Erfahrung brauchen die meisten Frauen nach einer vaginalen Spontangeburt in den ersten starken Tagen ca. 30-40 Wochenbetteinlagen. Nach einem Kaiserschnitt reichen manchmal auch schon 10-20 Stück der dicken Binden und ein paar mehr von den kleineren Bio-Wochenbettbinden. Die fast 50 kleinen Bio-Wochenbettbinden aus unseren Boxen kannst du dann bis zum Ende deines Wochenflusses tragen und hinterher auch für die Periodenblutung oder leichte Inkontinenz verwenden.
Klar! Lege dafür einfach eine leicht mit Wasser befeuchtete Einlage in das Eisfach. Nach ein paar Stunden kannst du diese wieder herausholen, in ein Tuch oder einen Einmalhandschuh stecken und dir an die Vulva legen. Fertig sind the weeks Bio-Wochenbetteinlagen – on ice!
Nein. Wir haben the weeks Bio-Wochenbetteinlagen und Bio-Wochenbettbinden so entwickelt, dass sie Halt, optimalen Sitz und kein Verrutschen auch im Baumwollslip garantieren. Also schnell los und noch eine Maxi-Packung gemütliche Unterhosen in einer Nummer größer besorgen, dann bist du fürs Wochenbett sehr gut gewappnet.
Wir lassen the weeks Bio-Wochenbettprodukte in Europa herstellen.
Die Baumwolle, die in the weeks Bio-Wochenbettprodukten verwendet wird, ist zu 100% nach biologischen Standards hergestellt und GOTS-zertifiziert. Das heißt konkret, dass sie ohne Verwendung von Pestiziden, Herbiziden und chemischen Düngemitteln angebaut wird. Die Produktion ist nachhaltig und fair.
Ja. Unsere Produkte bestehen aus Bio-Baumwolle, Heißleim, Bio-Polymer und Silikon-Papier und enthalten damit keine tiereischen Produkte. Sie wurden außerdem ohne Tierversuche entwickelt, getestet und hergestellt. Komplett animal-free.
Unser Name ist Programm: Egal, ob es das erste oder vierte Kind ist, die Geburt super schön war oder ganz, ganz schrecklich, ob du dein Kind von Sekunde eins liebst oder dich erstmal an die neue Situation und diesen Menschen gewöhnen musst, ob du furchtbare Schmerzen hast oder superfit durch die Bude rockst, ob dein Kind immer schläft, krank ist, mit einer Behinderung geboren wurde oder sogar verstorben ist – es sind diese Wochen, the weeks, in denen nicht nur das Baby, sondern auch dein Körper und alles um euch herum im Ausnahmezustand sind. Wir wollen dich in diesen Wochen mit den besten Bio-Wochenbettprodukten und viel Wissen rund um diese Zeit begleiten. Und immer wieder sagen: alles ist ok.

Bestellung und Versand

Unserer Erfahrung nach reichen 30 Bio-Wochenbetteinlagen ca. für die ersten drei bis fünf starken Tage. Wir empfehlen dir eine neue Bestellung aufzugeben, sobald sich die zweite Packung dem Ende neigt.
Oh no! Wenn du auch im Spam-Ordner keine Post von uns findest, schreib uns bitte schnell eine Mail an support@theweeks.de mit deinem Anliegen und deinem vollständigen Namen aus der Bestellung. Unser Support-Team kümmert sich so schnell es geht!
Innerhalb Deutschlands sollte dein Paket in ein bis zwei Werktagen bei dir angekommen sein. Wo es sich gerade genau befindet und wann es voraussichtlich bei dir eintreffen wird, kannst du in der Sendungsverfolgung herausfinden. Der Link dazu sowie die Sendungsnummer wurden dir in der Versandbestätigung zugeschickt. Beim Versand nach Österrich musst du eher mit 5-10 Tagen Versandzeit rechnen.
Du vermisst ein Paket? Bitte checke zuerst den Status in der Sendungsverfolgung, diese kannst du aus deiner Versandbestätigung entnehmen. Wenn sich der Status dort seit ein paar Tagen nicht mehr verändert hat oder ein Problem angezeigt wird, wende dich gerne sofort an support@theweeks.de. Nenne uns in deiner Mail am besten die Bestellnummer, dann können wir so schnell wie möglich reagieren.
Nein, das geht leider nicht. Wir versenden mit GLS und hier ist der Versand an Packstation nicht möglich.
Klar! Klicke im Bestellprozess einfach auf "von der Lieferadresse abweichende Rechnungsadresse eingeben". Dann erscheint eine neue Eingabemaske, in die du deine gewünschte Rechnungsadresse eingeben kannst. Die Rechnung erhältst du zusammen mit deiner Bestellbestätigung per Email.
Das kannst du auf unserer Versandkosten-Info-Seite nachlesen: hier.
Ja. Wenn du nach Erhalt der Sendung entschieden hast, dass du die ungeöffneten Packungen von the weeks doch nicht haben möchtest, kannst du uns diese innerhalb von 14 Tagen zurück schicken und wir erstatten dir den Kaufbetrag. Du musst uns nur innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Ware über deinen Widerruf informieren und das Porto für die Rücksendung übernehmen. Melde deine Rücksendung bitte per Email unter Angabe deiner Bestellnummer und, wenn du magst, eines Rücksendegrundes an support@theweeks.de an. Sobald die Ware im Lager auf Unversehrtheit geprüft wurde, wird dir dein Geld gutgeschrieben.
Das tut uns Leid. Wenn deine Sendung beschädigt ist oder aus deiner Sicht andere Mängel aufweist, wende dich gerne umgehend an support@theweeks.de und nenne uns deine Bestellnummer und eine kurze Beschreibung der Mängel. In aller Regel finden wir eine schnelle und unkomplizierte Lösung!

Geburt und Wochenbett

In Deutschland werden mit dem Begriff Wochenbett meist die ersten sechs bis acht Wochen nach der Geburt bezeichnet. In dieser Zeit bilden sich vor allem die körperlichen Veränderungen zurück, die durch Schwangerschaft und Geburt entstanden sind.
Die Rückbildung körperlicher Veränderungen, die durch Schwangerschaft und Geburt entstanden sind, kann von Körper zu Körper unterschiedlich lange dauern. Als Wochenbett wird unabhängig von dieser individuellen Zeitspanne meist der Zeitraum von sechs bis acht Wochen nach der Geburt bezeichnet. Dabei wird unterschieden in das „Frühwochenbett“, das die ersten zehn Tage nach der Geburt umfasst und in dem besonders intensive körperliche Veränderungen passieren, und in das Spätwochenbett, mit dem die danach folgenden Wochen bezeichnet werden, die meist stärker von dem neuen Alltag und Leben mit deinem Baby geprägt sind.
Nein. Das Wochenbett ist kein vom Gesetzgeber definierter Zeitraum, sondern eher ein körperlicher Zustand oder eine Zeit, die dein Körper nach den besonderen Ereignissen Schwangerschaft und Geburt zur Erholung und Regeneration braucht.

Der Mutterschutz ist in Deutschland gesetzlich geregelt und umfasst die Zeit von sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin bis zu acht Wochen nach der Geburt. Bei Mehrlingen, Frühgeburten oder Kindern, die mit Behinderungen geboren werden, gibt es ab Geburt zwölf Wochen Mutterschutz.
Nicht unbedingt. Geburtsverletzungen wie ein Dammriss, Schürfungen an den Schamlippen und der Vulva oder Risse in der Vagina sind normalerweise keine Verletzungen, die dein Wochenbett verlängern. Sie entstehen bei sehr vielen Geburten und heilen in den meisten Fällen schon im Frühwochenbett ab. Sollte es bei dir länger dauern oder wenn du größere Verletzungen hast, haben deine Nachsorgehebamme oder Gynäkolog:in Hinweise und Medikamente, die deine Heilung unterstützen können.
Absolut! Egal ob geplanter Kaiserschnitt oder der eiliger Ausweg aus einer brenzligen Geburtssituation: du hattest eine große Bauch-OP und kannst stolz darauf sein, das geschafft zu haben. Nach einem Kaiserschnitt bildet sich der Körper natürlich auch zurück, nur kann dies durch die Narbe und die große OP, die dieser voran gegangen ist, etwas anders ablaufen. Die Wunde in deinem Bauch braucht zum Beispiel mehr Zeit zum Heilen, als Geburtsverletzungen wie Dammrisse oder Schürfungen an der Vulva. Darum wird Frauen nach Kaiserschnitten auch meist eine etwas stärkere Schonung empfohlen als Menschen, die vaginal geboren haben. Auch bekommst du je nach Bedarf mehr und stärkere Schmerzmittel. In deiner Gebärmutter befinden sich nun zudem zwei Wunden – die von der Plazenta und der Schnitt von der Geburt selbst. Das hat zum Beispiel Auswirkungen auf die Rückbildung der Gebärmutter, die nach einem Kaiserschnitt länger dauern kann, als nach einer vaginalen Geburt. Der Wochenfluss kann außerdem etwas schwächer ausfallen, manchmal dafür aber länger andauern.
Ja und nein. Natürlich musst Du nicht wochenlang im Bett liegen wenn es dir dabei nicht gut geht. Es gibt Frauen, die sich nach der Geburt nichts schöneres vorstellen können, als mit ihrem Neugeborenen im Bett zu kuscheln. Andere wollen so schnell wie möglich wieder auf die Beine und alles, was irgendwie geht, selber machen. Tu, was dir gut tut. Solltest du eher zur ruhelosen Fraktion gehören, hör auf deinen Körper und schone dich, wann immer es dir die Hummeln in deinem Hintern erlauben.
Das Wochenbett nach einer Frühgeburt unterscheidet sich mit Blick auf den Körper der Frauen meist nicht von jedem anderen Wochenbett: Es gibt ja auch eine Plazentawunde und die Gebärmutter muss sich zurückbilden und alle anderen Organe wandern wieder an ihren Platz.

Die möglichen Sorgen um dein Kind sind aber natürlich eine besondere Stresssituation für dich und deinen Körper. Hole dir die Hilfe, die du brauchst. Im Zweifel wissen deine Nachsorgehebamme oder Gynäkolog:in, an welche Stellen du dich für Unterstützung wenden kannst.
Die meisten Fehlgeburten passieren sehr früh in der Schwangerschaft, oft vor dem 12. Schwangerschaftswoche; und tun trotzdem so im Herzen weh.

Stirbt ein Kind nach der 12. aber vor der 24. Schwangerschaftswoche wird meistens eine sogenannte „stille Geburt“ eingeleitet. Einen gesetzlichen Anspruch auf Mutterschutz gibt es hier nicht, ein Wochenbett kann aber trotzdem stattfinden, um Körper und Seele nach diesem Ereignis Ruhe zu geben. Therapeutische Unterstützung kann ebenso hilfreich sein. Wende dich hierfür am besten an deine Nachsorgehebamme oder Gynäkolog:in für eine Krankschreibung und Empfehlungen für spezialisierte Therapeut:innen.

Eine Totgeburt tritt ein, wenn das Kind nach der 24. Schwangerschaftswoche verstirbt und zur Welt gebracht wird. Hier sind vom Gesetzgeber auch die normalen acht Wochen Mutterschutz vorgesehen, obwohl natürlich gar nichts normal ist. Du hast außerdem auch eine Plazentawunde und die Gebärmutter muss sich zurückbilden und alle anderen Organe kehren an ihren Platz zurück. Darum braucht dein Körper Ruhe. Wenn Du therapeutische Unterstützung haben möchtest, wende dich hierfür am besten an deine Nachsorgehebamme oder Gynäkolog:in.
Das Wochenbett ist der Ort, an dem sich dein Körper von der Schwangerschaft und der großen körperlichen Anstrengung der Geburt erholt. Direkt nach der Geburt beginnen Veränderungen in deinem Körper: Nachwehen sind die regelmäßigen Kontraktionen, die dein Uterus zur Rückbildung braucht und mit Hilfe derer er die Blutgefäße abklemmt, die durch die Ablösung der Plazenta von der Gebärmutterwand offen sind. Diese können manchmal ziemlich schmerzhaft sein und, wenn du stillst, sind sie während des Stillens am Anfang oft am stärksten. Durch die Rückbildung und Verkleinerung der Gebärmutter wird auch die große Wunde in der Gebärmutter kleiner und die Blutung, bzw. der Wochenfluss nach und nach weniger. Außerdem gibt die sich zurückbildende Gebärmutter Platz dafür frei, dass deine anderen Organe wieder an ihren Platz wandern können. Es wird auch viel von dem Wasser ausgeschwemmt, dass du in der Schwangerschaft in deinem Gewebe gesammelt hast, meist durch ziemlich starkes Schwitzen.
Die körperliche Rückbildung findet hier genauso statt, wie bei deiner ersten Geburt. Viele Frauen berichten darüber hinaus, dass die Nachwehen von Kind zu Kind stärker werden. Und oft ist das Drumherum ganz anders, vor allem im Vergleich zum Wochenbett mit deinem ersten Kind: du (und wenn vorhanden dein/deine Partner:in) müssen nicht nur den Bedürfnissen des neuen Babys gerecht werden, sondern auch die älteren Geschwister umsorgen, in die neue Situation einbeziehen und trotzdem irgendwie auf die eigenen Ressourcen achten. Das ist eine große Herausforderung, kann aber auch eine wirklich tolle Zeit sein, wenn sie gut vorbereitet ist. Wir finden dazu das Buch „Das Wochenbett“ von A. Gaca und L. Stern (Küsel, 2016) und auch „Geschwister als Team“ von N. Schmidt (Kösel 2018) hervorragende Literatur zum Thema.
Wir packen alle wie verrückt unsere Kliniktaschen und Klinikkoffer und vergessen darüber oft gut fürs Wochenbett vorzusorgen. Wahrscheinlich kann jede Frau am besten selbst einschätzen, was für ihr eigenes Wochenbettpaket wichtig ist. Wir haben dir in diesem Artikel trotzdem ein paar Anregungen zusammen gestellt, die für deinen Körper nach der Geburt im Wochenbett wichtig sein könnten. Und natürlich: the weeks Bio-Wochenbetteinlagen.

Der Wochenfluss

Der Wochenfluss (lateinisch: Lochien) ist der Abgang von Blut und Gewebe als Ausfluss nach einer Geburt. Die Flüssigkeiten stammen vor allem von der großen Wunde, die die Plazenta an deiner Gebärmutterwand hinterlässt. Die Wunde ist ca. so groß wie dein Handteller und wird durch das Zusammenziehen der Gebärmutter stetig kleiner. Der Wochenfluss ist also ein effizienter Weg, auf dem dein Körper neben Blut und Schleimhaut aus der Gebärmutter auch Reste der Käseschmiere und der Eihaut ausscheidet. Am Anfang ist der Wochenfluss blutrot und enthält oft sogenannte Koagel, das sind Klumpen von geronnenem Blut. Zum Ende ist er eher gelblicher bis er ganz zum Schluss fast klar wird. Der Wochenfluss versiegt erst, wenn die Wunde in deiner Gebärmutter vollständig geschlossen und verheilt ist.
Alle Körper sind unterschiedlich, das gilt natürlich auch hier. Entsprechend variiert die Dauer von Körper zu Körper und kann nach zwei Wochen vorbei sein aber auch bis zu sechs Wochen anhalten. Manchmal sogar noch länger.
Nein. Der Wochenfluss verändert sich im Laufe der Zeit. Er durchläuft meist diese vier Phasen:

Lochia rubra: stärker als deine Periodenblutung, flüssig und hellrot. Es werden manchmal dunkle Blutklumpen (Koagel) ausgeschieden.
Lochia fusca: eher bräunlich, immer noch flüssig, aber deutlich schwächer.
Lochia flava: geht über ins gelbliche und wird zähflüssiger. Stärke lässt deutlich nach.
Lochia alba: weißlich und wieder wässriger und zum Ende sehr schwach.

Bei vielen Frauen laufen die Phasen aber nicht schematisch ab, lass dich also nicht verunsichern, wenn es bei dir nicht nach dem vermeintlichen Bilderbuch-Wochenfluss aussieht. Solange nichts extrem streng riecht, nach der ersten starken Blutung Tage später plötzlich nochmal sehr viel Blut kommt, du kein Fieber hast und alles weiter fließt besteht in den allermeisten Fällen kein Grund zur Sorge.
Im Wochenbett scheidest du über die gesamte Zeit ca. 500 Milliliter Blut und andere Flüssigkeiten aus. Während der Periode verlierst du im Schnitt ca. 50-80 Milliliter Blut.
Einige Frauen beschreiben, dass der Wochenfluss einen leicht faden oder süßlichen Geruch hat, so wie auch bei manchen Frauen die Periodenblutung spezifisch riecht. Das ist also eher unbedenklich. Wenn du jedoch das Gefühl hast, dass dein Wochenfluss stark riecht, kann das immer ein Zeichen für eine Infektion sein. Lass lieber deine Nachsorgehebamme oder Gynäkolog:in draufgucken!
Nein, normalerweise nicht. Durch das viele Liegen im Wochenbett sammelt sich Blut in deiner Vagina. Durch körpereigene Stoffe zur Blutgerinnung kann dieses verklumpen. Wenn du dann nach einiger Zeit aufstehst, kann es passieren, dass dieses festere Blut als Blutklumpen aus dir heraus rutscht. Das Blut kann richtig strukturiert sein oder sich wie ein Stück Leber anfühlen. Besonders saugstarke Bio-Wochenbetteinlagen helfen hier!
Jein. Der Wochenfluss enthält natürlich Keime, die er beim Passieren deiner Organe und vor allem der Vagina aufnimmt. Er ist jedoch im Allgemeinen nicht keimhaltiger und infektiöser als jedes andere Wundsekret, das dein Körper produziert. Die Empfehlungen zum regelmäßigen Wechsel deiner Wochenbetteinlagen haben also nichts mit dem Wochenfluss selbst zu tun, sondern eher damit, dass die Lochien ein guter Nährboden für Keime sind. Du solltest die feucht-warmen Binden voll Sekret also austauschen, damit sich dort keine Keime bilden, die im schlimmsten Fall zur Gebärmutter aufsteigen und dort eine Entzündung auslösen können. Dies ist auch ein Grund, warum vom Baden (im Gegensatz zum Duschen) mit Wochenfluss abgeraten wird; auch hier geht es eher um aufsteigende Keime als um den Wochenfluss selbst (und um aufweichende Dammnähte, aber das ist ein anderes Thema).
Manchmal passiert es, dass der Wochenfluss stagniert oder nicht stark genug ist, um alle Blut- und Gewebereste aus der Gebärmutter zu transportieren. Oft wird erst mit Medikamenten und von der Hebamme vorordneten pflanzlichen Kuren und Tees versucht, den Fluss (wieder) in Gang zu bringen. Wenn das jedoch alles nichts hilft, wird die Gebärmutter manchmal ausgeschabt , um eine Entzündung zu vermeiden. Nach dieser Ausschabung kann (muss aber nicht!) der Wochenfluss eher schwach sein und bald versiegen.

Stillen

Nein. Obwohl zwar der schreckliche Satz "Jede Frau aknn stillen, sie muss es nur wollen" noch immer durch die Wochenbett wabert, gibt es viele körperliche und mentale Gründe, aus denen Stillen nicht klappt. Und das ist ok.
Hier können dir deine Hebamme oder eine spezialisierte Stillberaterin helfen. Neben einer Reihe von körperlichen Ursachen bei dir (Milcheinschuss, Milchstau, wunde Brustwarzen, etc.) kann auch die Ansaugtechnik deines Kindes dazu führen, dass das Stillen einfach nicht klappt. Such dir Menschen, die dir helfen und dich in deiner spezifischen Situation gut abholen. <3
Hier sind wir ziemlich klar: solange du willst. Auch wenn die Weltgesundheitsorganisation 6 Monate exklusives Stillen empfiehlt, sagen wir immer: Still bitte einfach so lange (oder gar nicht), wie es für dich passt. Und mach dir keinen zu großen Druck. Denn Babies werden auch mit Pre- oder Muttermilch aus der Flasche groß und geliebt und überhaupt.
Stilleinlagen fangen Muttermilch auf, die aus denen Brüsten austritt. Zum Beispiel beim Stillen selbst: denn der Milchspendereflex wird beim Anlegen immer auf beiden Seiten ausgelöst, also tropft auch Milch aus der Brust, an der dein Kind gerade nicht trinkt. Stilleinlagen fangen diese Milch sicher auf. Bei längeren Stillpausen läuft außerdem auch so manchmal Milch aus, auch hier sind die Einlagen im Einsatz.

Körper im Wochenbett

Nein. Viele Schwangere berichten, dass ihr Haar in der Schwangerschaft dick und kräftig geworden ist. Das liegt unter anderem am Hormon Östrogen, das das Haar stark und geschmeidig macht.

Wenn du dich gerade an diese neue Mähne gewöhnt hast, setzt ein paar Wochen nach der Geburt ein Haarausfall ein. Manchmal so stark, dass du zwischendurch befürchtest, bald gar keine Haare mehr auf dem Kopf zu haben. Dabei hat dieses Phänomen sogar einen eigenen Namen: postpartaler Effluvium oder vermehrter Haarausfall im Wochenbett. Es ist also meistens wirklich ganz normal und hat mit deinem stark sinkenden Östrogenspiegel zu tun. Sobald sich deine Hormone stabilisiert haben – und oftmals sobald deine Regelblutung wieder einsetzt – normalisiert sich auch dein Haarausfall und deine Haar wachsen wieder nach.
Eher nicht. Es geht sogar vielen Frauen so wie dir. Durch die letzten Monate der Schwangerschaft und die Geburt wurde dein Beckenboden sehr stark beansprucht. Das kann in der ersten Zeit danach dazu führen, dass du eine vorübergehende leichte oder stärkere Inkontinenz spürst. Vielen Frauen fällt es zudem am Anfang nach der Geburt schwer, überhaupt einzuschätzen, wann sie mal müssen. Die körpereigenen Rückbildungsmechanismen helfen oft relativ schnell dabei, dass du die Kontrolle über deine Schließmuskeln zurück bekommst. Für erstes vorsichtiges Beckenbodentraining kannst du außerdem deine Nachsorgehebamme oder Gynäkolog:in ansprechen. Trotzdem: Wenn du das Gefühl hast, dass deine Inkontinenz besonders stark ausgeprägt ist oder sogar schlimmer wird, setzt dich mit deiner Ärzt:in in Verbindung, um zum Beispiel eine Blasensenkung auszuschließen.
Dammriss und -schnitte können auch mit den besten Dammmassagen, einem super Dammschutz unter der Geburt und ganz gefühligem Pressen oft nicht verhindert werden. Je nach Schwere und Handhaben der Klinik oder des Geburtshauses wird der Riss genäht oder offen der Heilung überlassen. Du solltest mit einem tiefen Riss die Dehnung des Gewebes am Damm möglichst vermeiden. Gegen die Schmerzen kannst deine Vulva auch mit einer the weeks – on ice kühlen: Lege dafür einfach eine leicht mit Wasser befeuchtete Bio-Wochenbetteinlage in das Eisfach. Nach ein paar Stunden kannst du diese wieder herausholen, in ein Tuch oder einen Einmalhandschuh stecke und dir an die Vulva legen. Calendula-Spülungen oder Lavendelöl-Tropfen auf deiner the weeks Bio-Wochenbetteinlage können die Wundheilung außerdem unterstützen, sprich dich aber vor Anwendung unbedingt mit deiner Nachsorgehebamme oder Gynäkolog:in ab.
Um einen Dammriss, aber auch Risse in der Vagina und sogenannte Schürfungen an deiner Vulva bei der Heilung zu unterstützen, wird empfohlen viel zu liegen (WochenBETT, jaja), so wenig wie möglich zu sitzen und insgesamt die Dehnung und Belastung des Gewebes an Damm und Vulva so gut es eben geht zu vermeiden. Du kannst deine Vulva auch mit einer the weeks – on ice kühlen: Lege dafür einfach eine leicht mit Wasser befeuchtete Einlage in das Eisfach. Nach ein paar Stunden kannst du diese wieder herausholen, in ein Tuch oder einen Einmalhandschuh stecke und dir an die Vulva legen. Calendula-Spülungen und Lavendelöl-Tropfen auf deiner the weeks Bio-Wochenbetteinlage können die Wundheilung außerdem unterstützen, sprich dich aber vor Anwendung unbedingt mit deiner Nachsorgehebamme oder Gynäkolog:in ab.
Nein. Die Heilung deiner vaginalen Verletzungen wie Schürfungen an der Vulva oder Risse in Vagina und Damm können einen leichten Juckreiz und auch Spannungsgefühle auslösen. Sollte sich dazu jedoch ein unangenehmer Geruch gesellen oder sogar ein weißlicher, bröckeliger Ausfluss (sofern du das unter dem Wochenfluss sehen kannst), könnte ein Pilz dahinter stecken, der behandelt werden kann. Wende dich am besten an deiner Nachsorgehebamme oder Gynäkolog:in, um geeignete Behandlungsoptionen im Wochenbett zu besprechen.
Ja, absolut. Zumindest wenn du ein brennendes Gefühl meinst. Das kommt vom sauren Urin, der auf deine offenen Wunden trifft, wirklich unangenehm. Aber Abhilfe ist nah: Hab einen Becher oder eine Karaffe mit lauwarmem Wasser neben der Toilette stehen, wahlweise noch mit Calendula Essenz vermischt. Wenn du dir diese Lösung beim Wasserlassen über deine Vulva gießt, wird der Urin verdünnt und es brennt nicht mehr.
We have all been there. Und sind auch wieder heraus gekommen. Zunächst zum Stuhlgang: Wenn du vor und/oder unter der Geburt Stuhlgang hattest, ist es erstmal nicht besorgniserregend, wenn du auch am zweiten Tag nach der großen Anstrengung noch nicht auf der Toilette warst. Am dritten Tag sollte sich allerdings so langsam was bewegen, sagen die Hebammen. Und damit dein Stuhl besonders weich ist, kannst neben den Klassikern Leinsamen und Flohsamenschalen auch Naturjoghurt und Birne zur Stuhlauflockerung essen. Und natürlich viel, viel, viel trinken.

Wenn es soweit ist und du Stuhldrang verspürt, gib dem nach und schieb es am besten nicht auf. Deiner Dammnaht kann nichts passieren, versprochen. Wenn es sich für dich trotzdem besonders heftig anfühlt, kann es helfen, den Damm beim Stuhlgang mit einem warmen Waschlappen zu halten.
Jeder Mensch auf dieser Welt hat Hämorrhoiden. Nur meisten sitzen diese wichtigen Gefäßpolster im Enddarm und sorgen dafür, dass dein Stuhlgang dort bleibt, sofern du nicht gerade auf der Toilette sitzt. Durch den Druck des Kindes in der Schwangerschaft und vor allem das starke Pressen unter der Geburt können sich einige dieser Gefäße erweitern, absenken und auch nach außen stülpen.

Es gibt mehrere Stadien von Hämorrhoiden und oftmals bilden sich diese im Wochenbett von selbst zurück. Solltest du starke Schmerzen beim Stuhlgang haben oder sogar bluten, können Fetthaltige Hämorrhoiden-Salben das Gleiten des Stuhls verbessern (und somit den Pressen beim Stuhlgang verringern, was sich positiv auf die Rückbildung der Hämorrhoiden auswirkt). Weicher Stuhl ist genauso hilfreich. Sollten die Beschwerden anhalten oder wirklich stark sein, sprich am besten mit deiner Nachsorgehebamme oder Gynäkolog:in über geeignete Therapien. Wenn nötig, werden diese dich auch an eine entsprechende Fachärzt:in (Proktologie) überweisen.
Wenn du in der Schwangerschaft Magnesium genommen hast, das den Stuhl eher weich macht, und dieses nun nach der Geburt abgesetzt hast, kann es zu Verstopfungen kommen. Ebenso haben Eisentabletten eine stuhlfestigende Wirkung. Du kannst meist mit folgenden Lebensmitteln nachhelfen, um deinen Stuhl wieder weicher zu machen: Neben den Klassikern Leinsamen und Flohsamenschalen können auch Naturjoghurt und Birne wirklich gut stuhlauflockern wirken. Und natürlich viel, viel, viel trinken.
Fieber im Wochenbett kann verschiedene Ursachen haben: von Milchstau beim (potenziellen) Stillen, über Brustentzündung (Mastitis) oder Wochenflusstau bis hin zu einer Gebärmutterentzündung. All das ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und sollte mit deiner Nachsorgehebamme oder Gynäkolog:in abgeklärt werden.
Neben Fieber kann auch das Ausschwemmen von während der Schwangerschaft eingelagertem Wasser der Grund dafür sein, dass du im Wochenbett stark schwitzt. Wenn du also keine erhöhte Temperatur bei dir misst, ist es vermutlich das Wasser. Dein Schwitzen kann sogar so stark sein, dass du dich mehrmals pro Nacht umziehen musst, das ist völlig normal und kein Grund zur Sorge.
Nach der Geburt reorganisieren sich nicht nur deine Organe, sondern auch deine Bänder und dein Bindegewebe verändern sich. Das kann, wie auch schon die Veränderungen in der Schwangerschaft, mit Rücken- und Gelenkschmerzen einhergehen, vor allem im Beckenbereich (Steißbein, Iliosakralgelenk (ISG), Schambeinfuge (Symphyse), Hüftgelenke), in den Füßen und im Schulterbereich vom Tragen deines Kindes. Uns haben hier Osteopath:innen und Orthopäd:innen weiter geholfen, mehr Tipps dazu und entsprechende Adressen vor Ort können dir deine Nachsorgehebamme oder Gynäkolog:in geben.
Manche Frauen verlieren bei der Geburt eines ganze Menge Blut und haben hinterher einen Eisenmangel. Das kann eine Ursache für Müdigkeit, Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme im Wochenbett sein. Hier hilft es viel zu trinken, eisenhaltige Lebensmittel wie Hafer- und Hirseflocken, Kürbis- oder Pinienkerne, Zucchini, Brokkoli oder Fenchel zu essen und, bei stärkerem Eisenbedarf auch Kräuterblut® oder ein ähnliches Produkt zu trinken. Eisentabletten werden wegen ihrer verstopfenden Wirkung nur ungern im Wochenbett verschrieben, aber manchmal kommt man auch darum nicht herum (und kriegt den Stuhlgang trotzdem in Gang). Beide Symptome können aber natürlich auch auf Erschöpfung und die Anstrengung der Geburt zurück zu führen sein.
Nach der Geburt verändern sich die Hormonspiegel in deinem Körper ziemlich schnell und manchmal auch schlagartig. In den ersten Tagen bist du vielleicht high auf körpereigenen Endorphinen und kurz danach kannst du nur noch weinen. Das ist ziemlich normal und hat viele verschiedene Namen wie „Heultage“ und „Baby Blues“. Hormonell bedingt entstehen diese Tage ungefähr um den dritten Tag nach der Geburt, wenn dein Endorphinspiegel sinkt und auch das Progesteron, das in der Schwangerschaft für ein eher ausgeglichenes Gemüt gesorgt hat, abfällt. Aber auch deine neuen Lebensumstände, der Schlafmangel, die Überwältigung nach der Geburt; all das ist krass und viel und da muss man einfach manchmal (oder immer) weinen. Alles ist ok und geht auch meistens wieder vorbei.
Wenn der oben launig beschriebene Baby Blues sich manifestiert und sich nicht nach ein paar Tagen in Wohlgefallen auflöst, kann eine Wochenbettdepression (postpartale Depression) dahinter stecken. Dieser Begriff umfasst alle depressiven Erkrankungen, die im ersten Jahr nach der Geburt auftreten, es muss also nicht direkt danach losgegangen sein.

Leider ist die Diagnose manchmal schwierig, Symptome sind nicht immer klar zuordenbar. Und darüber zu sprechen, dass es ihnen nach der Geburt schlecht geht, fällt Frauen schwer, weil es gesellschaftlich so wenig akzeptiert ist. Wir können dir nur inständig raten, dich deiner Nachsorgehebamme, Gynäkolog:in, Partner:in oder Freund:in anzuvertrauen, wenn du das Gefühl hast, dass deine Stimmungslage nichts mit den üblichen Heultagen zu tun hat. Besser früher als später und hab wirklich keine Scheu, Wochenbettdepressionen treffen viel mehr Frauen als du denkst und lassen sich mit entsprechender Therapie oft sehr gut behandeln.